Arbeitskultur

Das Homeoffice-Tagebuch, Tag 2

Motivation im Homeoffice - leicht ge(sagt)macht

Heute ist der 24.06.20 und ein perfekter Tag um über Motivation im Homeoffice zu schreiben. Es hat 25 Grad, der Himmel ist wolkenlos – wer möchte da nicht gerne mit Disziplin im Homeoffice sitzen und tüchtig arbeiten 😉?

Blick aus meinem "Homeoffice"
Mein Tag ging heute um 7:30 los. Heute Vormittag hatte ich zwei Seminare aus meinem Studium, die bis 11:30 dauerten. Somit ging mein heutiger Arbeitstag im Homeoffice um 11:30 Uhr los. An manchen Tagen mache ich an dieser Stelle eine kleine Pause – heute empfand ich das nicht als nötig. Zudem hatte ich den stillen Wunsch im Hinterkopf, möglichst zügig mit der Arbeit zu beginnen, um noch das schöne Wetter genießen zu können. Im Kopf habe ich auch schon etwas vorgearbeitet – nämlich Ideen für neue Artikel während der Seminare geschmiedet.
Allerdings war meine ToDo-Liste für heute ziemlich voll. Ich war folglich in einem Zwiespalt, denn einerseits wollte ich meine Arbeit erledigen, andererseits lockte das Traumwetter.

Ich überlegte daher wie ich mich heute – an so einem schönen Tag – zum produktiven Arbeiten überreden kann ohne am Ende des Tages frustriert zu sein. Der Wunsch früher fertig zu sein war ein Anfang, aber nicht ausreichend.

Gute Motivation teuer?

Mit der Arbeit begonnen kamen einige weitere Aufgaben hinzu, was mich veranlasste, drei meiner KollegInnen anzurufen, um ein paar Dinge mit ihnen klären zu können. Da diese Gespräche nett, lustig und konstruktiv waren, ging es mir (und meiner Motivation) danach schon um ein großes Stück besser – ich bin schließlich nicht die einzige, die bei so einem Wetter drinnen sein „muss“.

Nach den Telefonaten musste ich meine ToDo-Liste neu ordnen und begann Punkt 1 abzuarbeiten. Da dies relativ gut vorwärts ging (ok, zugegeben, mit ein paar kleinen Hindernissen, für die sich aber Lösungen fanden), stieg meine Motivation weiter.

Eigentlich kann ich sagen, dass ich vor lauter Arbeit den ganzen Nachmittag keine große Zeit mehr hatte darüber nachzudenken, ob ich meine Situation bei dem Wetter bedauern sollte. Dazwischen war noch ein Online-Teammeeting, das aus viel konstruktivem Zuspruch bestand – wen freut es nicht, wenn die eigenen Ergebnisse gut ankommen?
So konnte ich gegen 19 Uhr meinen Tag für heute abschließen – arbeitstechnisch äußerst zufrieden - und mich noch an dem Geräusch der elektrischen Sense freuen, mit der unser Hausmeister fleißig den Rasen schnitt (im Übrigen schon den ganzen Nachmittag).

Mein Fazit:

gut für die Motivation sind aus meiner Sicht...

  • sich ein angenehmes Ziel setzen
  • sich eine klare Prioritätenliste mit den zu erledigenden Aufgaben machen
  • Kontakte nutzen (zusammen trägt sich alles leichter)
  • Loben: falls kein Lob von außen kommt, lernen, sich selbst zu loben