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Elon Musk und Tesla

Kürzlich verkündete einer der reichsten Männer auf der Welt, Tesla-CEO Elon Musk, auf dem Forum Neues Wissen in Moskau, dass er sich mit seinem Unternehmen auch für Russland öffnen möchte.

Nachdem Elon Musk eine Einladung von dem Pressesprecher des Kreml-Chefs Wladimir Putin erhalten hatte, erklärte sich der Tesla-Geschäftsführer bereit, per Videocall an einer Veranstaltung für russische Studenten teilzunehmen. Auf der Konferenz bekräftigte er, dass Russland ein guter weiterer Standort für Tesla wäre.

Musk stellte in Aussicht, dass Tesla neben Standorten, wie USA, China und Deutschland, auch in Russland mit seinen Elektrowagen die Straßen befahren könnte. Zuerst in Moskau.

„Ich denke, es gibt viel Talent und Energie in Russland und ich glaube, es sollte mehr Dialog und Kommunikation zwischen Russland und den Vereinigten Staaten geben. Hoffentlich setzt sich diese Energie auch in der Zukunft fort, und ich möchte die Menschen nur dazu ermutigen, danach zu streben, die Zukunft besser zu gestalten als die Vergangenheit und optimistisch nach vorne zu blicken“, äußerte sich Musk.

Kurz nachdem Elon Musk seine Vision für Russland geteilt hatte, antworteten zahlreiche hochrangige Beamte auf sein Angebot. Dem Unternehmen würden demnach Steuervorteile, eine industrielle Basis und qualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.

„Die Region Moskau ist definitiv die beste für eine #Tesla factory. Größte Talente, perfekte Logistik, und die Mercedes-Produktion ist auch bereits hier! Wir werden einen optimalen Platz für Sie finden“, twitterte der Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow.

Musk ergänzte zudem, dass Russland eine gute logistische Wahl für den postsowjetischen Raum sei –  auch Kasachstan und andere angrenzende Regionen sind interessant.

NSBE-Mitarbeiter: Alexander Ziv in Moskau

Anzumerken ist, dass, bei allem Dialog, trotz aller Begeisterung, ethische und menschenrechtliche Fragen zu diskutieren sind. Welche Maßstäbe setzen hier beide Staaten an? Und inwieweit ist Moskau bereit, demokratische Strukturen, wie Meinungsfreiheit, zu schützen und gar neu zu installieren.

Hierbei bedarf es an Vertrauen, das allerdings natürlich erst durch Dialog zustande kommt. Und aller Anfang ist zumindest ein erster Schritt.

Zurzeit ist die Nachfrage nach Elektroautos in Russland gering. Jedoch tauchen in letzter Zeit vermehrt Ladestation für E-Autos auf öffentlichen Parkplätzen in russischen Großstädten auf, was auf ein Interesse der Stadtbehörden an der Zukunft von Elektrofahrzeugen in der Stadt hinweist.

Außerdem setzten Moskau und Sankt Petersburg seit einigen Jahren vermehrt Elektrobusse für den  öffentlichen Verkehr ein.

Auch mal anders denken

Der Erfolg von Elon Musk ist zur Zeit ohne Frage überall zu spüren. Musk hat einiges bewirkt und angestoßen – ein Managertyp der Zukunft, auch, weil er viele Dinge ständig in einem neuen Licht sieht, neue Wege beschreitet und Prozess einleitet, ohne von Anfang an auf deren sicheren Erfolg zu zielen. Wie Aristoteles, Thomas Edison oder Nikola Tesla nutzt Musk ein Vorgehen, das sich „First Principle“ nennt. Inspiriert von Aristoteles, Thomas Edison oder Nikola Tesla ist „First Principle“ ein Konzept, bei dem etwas in seine grundlegenden Bestandteile heruntergebrochen wird. Von dort aus kommt man durch die neuartige Zusammensetzung der Bestandteile zu innovativen Lösungen.

Ganz nach Goethe:

„Alles Gescheite ist schon gedacht worden, man muss nur versuchen, es noch einmal zu denken.“

Und genau solche Gedanken braucht es, wenn wir die Zukunft für alle Menschen human und nachhaltig gestalten wollen. Humanität muss, trotz aller Technik, die Grundlage sein. Das sollte „ein“ Elon Musk stets bedenken.

Autor: Alexander Ziv