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Workation

„Die Welt ist ein Buch, wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.“

Augustinus – Skills Mind

„Menschen arbeiten besser, wenn sie das“Warum und die Ziele kennen.“

Elon Musk – Arbeit

Es ist in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen: Wir wollen eine flexiblere, offenere und passendere Arbeit, die dem Lebensalltag der Menschen näher ist, bestenfalls diesen optimal ergänzt.

Doch wie gelingt dies? Mitarbeiter und Unternehmer sind gleichermaßen gefragt, neue Arbeitsabläufe auszuprobieren, aber auch Zugeständnisse zu machen.

Lebensqualität ist wichtig geworden, und Arbeit soll dieser nicht gegenüberstehen. Beides kann und darf sich positiv ergänzen. In der Corona-bedingten HomeOffice-Zeit ist den Menschen klar geworden, dass es nicht unbedingt nötig ist, an einem Arbeitsplatz im Büro zu sitzen, damit die Geschäftsabläufe funktionieren. Sie haben die Vorteile von Fernarbeit schätzen gelernt.

Andererseits kamen mit der neuen Homeoffice-Kultur viele neue Schwierigkeiten:

Das kann die fehlende Infrastruktur (Internetverbindung) sein, oder die fehlende Ausstattung, wie Arbeitsgeräte oder der optimale Arbeitsplatz. Zudem ist es oft nicht einfach, daheim die nötige Konzentration aufzubringen. Doppelbelastungen durch Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen sind das andere.

„Tagelang nicht duschen, Ravioli essen und ein Bier zur Frühstück? Andere gehen dafür auf Festivals, ich mache Home-Office.“

Wie können wir den positiven Input von freier und flexibler Arbeit gestalten – und die Schwierigkeiten von Homeoffice vermeiden?

Dies gelingt nur durch funktionierende und inspirierende Arbeitsräume in der Region. Räume, die individuell aufgesucht werden können. Sich in der Nähe aber auch in der Ferne befinden; je nach Bedarf. Die gewonnene Freiheit kann für das Unternehmen gewinnbringend sein: Neue Eindrücke und Erfahrungen fließen in die Arbeit mit ein – wenn sie gut geplant und in die notwendigen Arbeitsabläufe integriert sind. Zudem bringen neue Orte neue Menschen. Interessante Gespräche mit anderen Menschen vor Ort sind neue Expertisen. Während der Arbeit, aber auch davor und danach.

Auf den Punkt gebracht, nennt man diese Kombination Workation.

Der Begriff Workation setzt sich aus den englischen Wörtern „work“ (deutsch: Arbeit) und „vacation“ (deutsch: Urlaub) zusammen und meint genau das – die Kombination aus Arbeit und Urlaub beziehungsweise das Verlegen des Arbeitsplatzes an einen neuen Ort, einen abgestimmeten Raum für individuelle Bedürfnisse. Vor allem Selbstständige und Freelancer, inzwischen aber auch schon Angestellte, „reisen“ mit diesem Konzept an mehr oder weniger ferne Orte.

Einige Vorteile kurz aufgezählt:

  • Networking
  • neue Horizonte, Wissen und Entwicklungen
  • glückliche Mitarbeiter sind motiviert
  • Viele lebensnahe Zusatzangebote, wie Kinderbetreuung, externe Beratungen, Worklife
  • Balance etc.
  • oder gemeinsam woanders arbeiten, Teambildung, mit Angeboten für afterwork

So könnte ein moderner Remote-Arbeitstag aussehen:

Vor der Arbeit noch ein Sprung in den nahegelegenen See, erfrischt den neuen Arbeitsplatz aufsuchen, der in einem Landhaus in der Region gelegen ist. Hier kann man sich das frische und regionale Frühstück dazu buchen. Vormittags wird im Internet digital gearbeitet. Mittags gibt es ein leckeres Essen im Biergarten und etwas Entspannung an der frischen Luft. Bis dann nachmittags das Zoommeeting mit einem wichtigen Kunden stattfindet. Noch etwas Schreibtischarbeit. Nach der Arbeit kommen zwei Kollegen dazu, die im Nachbardorf ihre Arbeitsplätze gebucht haben. Jetzt trifft man sich zu einer gemeinsamen After-Work-Radtour in der umliegenden Natur.

So schaut freie und produktive Arbeit aus.

Aber dennoch stellt sich die Frage, wieviel Freiheit gut tut, und ab wann strengere Strukturen notwendig sind.

Es bedarf ein Mass und eine gemeinsame Basis zwischen der Freiheit in der Arbeit für den Einzelnen, und den Verpflichtungen gegenüber dem Team, den Kollegen und dem Unternehmensanforderungen.

So ist es zB. gut, wenn im Team Einsicht herrscht, wann, wie, wer und wo sich die einzelnen Mitarbeiter aufhalten, wie die Umstände vor Ort sind, ob es Möglichkeiten gibt, sich danach noch zu treffen usw; Transparenz nach außen, Freiheit nach innen. Und manchmal andersherum.